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Home / News / Bundesliga / Rotation als Neckarsulmer Tischtennis-Erfolgsrezept?
Bundesliga

Rotation als Neckarsulmer Tischtennis-Erfolgsrezept?

19. September 2024

Neckarsulmer Drittliga-Teams sind am Sonntag erstmals an den eigenen Tischen gefordert.

von Florian Huber (HEILBRONNER STIMME)

Der jüngste Neuzugang bei den Drittligafrauen der Sport-Union Neckarsulm heißt Samuel, geboren am 9. September. Einen weißen Strampler mit dem Vereinslogo trägt der Sohn von Simona Horvathova. Darunter prangt der Spruch: „New to the Crew“. Spielberechtigt wäre die Mama zwar, aber falls die Slowakin diese Saison noch zum Einsatz kommen sollte, dann frühestens in der Rückrunde. Vorfahrt für Samuel also.

Die Vorfreude auf den Saisonstart ist groß bei Trainer Christian Hofmann. Denn auch ohne die frühere Spitzenspielerin Horvathova hat er eine „sportlich sehr attraktive Mannschaft“, wie er es vor dem Drittliga-Auftakt in der Neckarsulmer Ballei am Sonntag (14 Uhr) gegen Aufsteiger TTF Rastatt ausdrückt. Was diese Attraktivität ausmacht? „Wir haben sechs gleichstarke Spielerinnen“, sagt Hofmann. Es wird mächtig rotiert, drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, die eine Liga tiefer in der Regionalliga spielen, kommen häufiger zum Zug. Gesetzt ist Kathrin Hessenthaler als Nummer eins. „Sie ist unsere Leaderin, die alle mitzieht“, sagt Christian Hofmann.

Minh-Thao Nguyen soll als Nummer zwei ebenfalls alle Spiele bestreiten. Rückkehrerin Wenna Tu steht für vier Hinrundenspiele zur Verfügung; ergänzt wird die Mannschaft dann jeweils punktuell durch Ronja Mödinger, Alexandra Kaufmann und Minh Thu Nguyen. Oben mitspielen will Hofmann mit dem Team. „Das traue ich uns absolut zu“, sagt er. Die größten Konkurrenten um die Plätze ganz vorne sind wohl die DJK Sportbund Stuttgart (mit der ehemaligen Neckarsulmerin Alexandra Schankula) und der TTC Weinheim II (mit der Ex-Neckarsulmerin Luisa Säger).

Gegen die Verbandsligamänner aus Beilstein gelang zuletzt ein Test-5:5, was Mut macht für die anstehenden Aufgaben. Die erste davon kommt aus Rastatt. Der Aufsteiger ist aus den Vorjahresduellen mit der zweiten Mannschaft wohlbekannt. „Das ist keine einfache Aufgabe“, sagt Christian Hofmann.

Beim ersten Heimspiel machen die beiden Neckarsulmer Drittliga-Teams wieder gemeinsame Sache. Denn auch die Männer spielen an ihrem dritten Spieltag erstmals an den eigenen Tischen. Am Sonntag heißt der erste Heimgegner DJK SpVgg Effeltrich um den ehemaligen Bietigheimer Mike Hollo. Dann rückt der Inder Ronit Bhanja ins SUN-Quartett und erhöht die Wahrscheinlichkeit für den dritten Erfolg im dritten Saisonspiel. Ganz so nervenaufreibend wie bei den Partien ohne ausländische Verstärkung (dem Russen Krivosheev fehlt es an einem Visum) soll es nicht werden.

Neu in dieser Saison: Erstmals finden Heimspiele nicht nur am Standardtermin Sonntag, 14 Uhr statt. Sondern auch samstagabends. Die Männer spielen am 5. Oktober gegen Kist und auch am 30. November gegen Windsbach zur Sportschau-Zeit, die Frauen sind am 23. November gegen Stuttgart in der Ballei samstags gefordert. „Wir wollen das mal ausprobieren“, sagt Julian Mohr, der auch als Abteilungsleiter fungiert. „Ich finde das ganz cool und bin gespannt, wie es angenommen wird“, sagt Spitzenspieler Florian Bluhm. Mehr Zuschauer sind die Hoffnung, zudem Zuschauer, die vielleicht auch länger in der Halle bleiben. „Danach muss nicht jeder gleich nach Hause wie sonntags“, sagt Florian Bluhm.

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