Für Tischtennis-Männer der Sport-Union zählt nur der Zweitliga-Aufstieg
Die Drittligateams der Sport-Union Neckarsulm müssen für ihre Heimspiele ab Oktober nach Amorbach ausweichen. In der Ballei wird der Hallenboden ausgetauscht.
Das Neckarsulmer Thema zum Saisonstart ist die Heimatlosigkeit der Hinrunde. Der Hallenboden in der Neckarsulmer Ballei wird nun schon ab dem 4. Oktober für sechs Wochen ausgetauscht, was kurzfristige Auswirkungen auf den Spielplan der Drittliga-Teams hat – und auch den Trainings- und Spielbetrieb von allen anderen Teams beeinflusst. Die drei Vorrunden-Heimspiele der Männer finden wohl allesamt am Ausweichspielort in Amorbach statt. Die Frauen erhalten am Sonntag ab 14 Uhr die Möglichkeit, ihre Heim-Premiere gegen den TSV Schwabhausen II noch in der Ballei zu bestreiten. Die Männer legen an diesem Sonntag ab 13.30 Uhr in Stuttgart los.
Tischtennis-Abteilung hat von den Bauarbeiten zufällig erfahren
Der Verlust der sportlichen Heimat schmerzt Alexander Mohr als Sportlichen Leiter. Von der Ansetzung der Boden-Bauarbeiten habe man zufällig durch den Hausmeister erfahren. Sport-Union-Geschäftsführer Kai Stettner räumt ein, dass bei der Kommunikation nicht alles optimal gelaufen sei, was allerdings in persönlichen Gesprächen ausgeräumt wurde. An der Notwendigkeit der Arbeiten gibt es für ihn keinen Zweifel. „Die Alternative wäre gewesen, dass die Halle komplett gesperrt wird, weil der Boden einfach nicht mehr gut ist“, sagt Stettner. Von der Stadt gibt es ein Gutachten, wonach der Boden kaputt ist und nicht mehr den Richtlinien entspricht.
Der handball- wie tischtennisfreie Sommer wäre die wesentlich bessere Option gewesen, war 2022 nicht mehr machbar, 2023 wäre es zu spät gewesen, weil das der Boden-Zustand nicht zugelassen hätte.
Tischtennisspieler weichen nach Amorbach und in die Hezenberghalle aus
Fürs Training (nur noch zwei Mal die Woche vorübergehend) weichen die Tischtennisspieler in die Hezenberghalle aus, für die Spiele nach Amorbach. Ein „großes Dankeschön“ an die Basketball-Abteilung bringt Alexander Mohr zum Ausdruck, die künftig an Drittliga-Heimsspielwochenenden den Protagonisten vorher Trainingszeiten in Amorbach ermöglicht.
Sportlich geht es für die Neckarsulmer Männer darum, den Betriebsunfall Abstieg aus der 2. Liga schnellstmöglich zu beheben. Der große Hoffnungsträger ist ein Neuer, der als Rückkehrer keiner ist.
Titelkonkurrenten der SUN sind Stuttgart und Kaiserslautern
Trägt Florian Bluhm (zuletzt eine Saison in Bad Hamm) die Form der deutschen Meisterschaften (unter anderem Dritter im Einzel) durch die Saison, wird er als Spitzenspieler in Liga drei nicht viele Einzel verlieren. Auch Julian Mohr sollte vorne eine positive Bilanz beisteuern. Josef Braun bringt als Team-Senior jene Routine mit, die Neuzugang Vladimir Anca bei seiner Premiere im DTTB-Pokal vor einigen Wochen noch nicht zeigte. Das Quartett gibt unisono den Aufstieg als Ziel aus, da kann auch der Trainer nichts anderes sagen. Als größte Konkurrenten sieht Alexander Mohr den ersten Gegner aus Stuttgart und Kaiserslautern.
Neckarsulmer Frauenteam mit einem Durchschnittsalter von 21,8 Jahren
Auch das Neckarsulmer Frauen-Team ist stärker einzuschätzen als in der Vorsaison. Mit einem Durchschnittsalter von 21,8 Jahren gehört das Team von Christian Hofmann zu den jüngsten der Liga, bringt aber künftig auch mehr Erfahrung an den Tisch. Neuzugang Ronja Mödinger aus Stuttgart ist fürs hintere Paarkreuz eine echte Verstärkung, fehlt aber beim Saisonstart gegen Schwabhausen II noch. „Platz vier, fünf“, hält der Sportliche Leiter Alexander Mohr für realistisch. Kathrin Hessenthaler hat sich in der Vorsaison zu einer der besten Spielerinnen der Liga gemausert. „Es ist beachtlich, wie stark sie da gespielt hat“, sagt Christian Hofmann. Der Trainer will so schnell wie möglich die für den Klassenerhalt nötigen Punkte sammeln. Ihm geht es in erster Linie um die Entwicklung seiner Spielerinnen und erst in zweiter Linie um Ergebnisse.
